SfS - Sicherheitsberater für Senioren
Warnung falsch. Polizist
© Siegfried Fröhlich 2015 - 2026
Falsche Polizisten rufen an Immer wieder rufen im gesamten Bundesgebiet falsche Polizeibeamte an. Das Telefon klingelt. Am Telefon meldet sich angeblich ein Polizeibeamter. Die Geschichten die Ihnen nun erzählt werden sind sehr unterschiedlich. Meistens hören die Angerufenen die Geschichte, dass Einbrecher festgenommen wur - den und die Polizei hätte Informationen erlangt, dass als nächstes bei den Angerufenen - meist Seniorinnen über 70 Jahre - eingebrochen werden solle. Der Anrufer fragt ob sich Wertsachen in der Wohnung befinden und man müsse diese in Sicherheit bringen. Die Opfer werden teilweise stundenlangen, manchmal über Tage erstreckende Gespräche, derartig manipuliert und unter Druck gesetzt, dass sie Wertgegenstände zusammentragen und den Verbrechern übergeben. Auch die Abholer geben sich dabei als Polizeibeamte oder als Angehörige der Staatsanwaltschaft aus. So wird gerade das hohe Vertrauen, das ältere Menschen in staatliche Behörden wie Polizei oder Staatsanwaltschaft setzen, auf perfide Weise missbraucht. Manchmal nutzen die Täter auch eine spezielle Technik, die bei einem Anruf auf der Telefonanzeige der Angerufenen den Polizeinotruf 110 , manchmal zusammen mit einer Vorwahl, oder eine andere örtliche Telefonnummer er - scheinen lässt - obwohl die Anrufer zumeist aus dem Ausland agieren. Auch auf die Konten und Bankdepots ihrer Opfer haben es die Betrüger abgesehen. Unter dem Hinweis, die Bankmitarbeiter seien korrupt, sollen die Angerufenen ihre Konten und Bankdepots lee - ren und einem Unbekannten, der sich als Polizist ausgibt, übergeben. Reagiert ein Opfer misstrauisch, wird es u.a. mit dem Hinweis, es behindere eine polizeiliche „Aktion“, wenn es nicht mitmache, unter Druck gesetzt und eingeschüchtert . So oder ähnlich versuchen die Trickbetrüger im gesamten Bundesgebiet vorwiegend ältere Menschen um ihre Ersparnisse zu bringen. HINWEIS: Geben Sie auf keinen Fall persönliche oder finanzielle Einzelheiten preis. Machen Sie NIEMALS Angaben zu Vermögenswerten oder Wertsachen. Die Polizei fragen am Telefon NIEMALS nach vorhandenen Vermögenswerten. Die Polizei stellt KEIN Bargeld oder andere Wertsachen vorsorglich sicher. Übergeben Sie NIEMALS Geld an unbekannte Personen. Bei Erscheinen des Polizeinotrufs 110 auf dem Display gehen Sie nicht ans Telefon. Die Polizei ruft NIEMALS mit mit der Nummer des Polizeinotrufs 110 oder ähnlichen Kombinationen an. Wenn die Polizei anruft, steht im Display "Unbekannt", denn die Polizei sendet KEINE Nummer. Ein richtiger Polizist nennt Name und Dienststelle. - Im Zweifel suchen Sie sich aus dem Telefonbuch die Nummer der Polizeidienststelle oder wählen die 110 . Lassen Sie sich dort mit dem Sachbearbeiter verbinden. Ein echter Polizei-/Kripo-Beamte hat Verständnis für solch eine Vorsichtsmaßnahme. Lassen Sie sich am Telefon NICHT unter Druck setzten. Legen Sie einfach auf. Die Polizei meldet sich NIEMALS über "WhatsApp" oder andere Nachrichtendienste! Wenn Sie ähnliche Anrufe erhalten beenden Sie das Gespräch UND informieren Sie die „richtige“, die örtliche, Polizei. So stellen Sie sicher, dass Sie tatsächlich mit der Polizei sprechen: Werden Sie von einer angeblichen Polizeibeamtin oder einem angeblichen Polizeibeamten angeru- fen und werden dabei persönliche Daten, Informationen zu Ihren Vermögenswerten oder andere sensible Angaben abgefragt oder Handlungen von Ihnen verlangt, sollten Sie sich zunächst verge- wissern, dass es sich tatsächlich um die Polizei handelt. Beenden Sie das Gespräch und wählen Sie anschließend selbst den Polizeinotruf 110 oder die Rufnummer Ihrer örtlich zuständigen Polizeidienststelle. Verwenden Sie dabei ausschließlich eine Telefonnummer, die Sie selbst recherchiert haben. Erst wenn auf diesem Weg zweifelsfrei feststeht, dass Sie mit der Polizei sprechen, können weitere Absprachen - etwa vereinbarte Codewörter - als zusätzliches Erkennungsmerkmal sinnvoll sein. Und ganz wichtig:

Sie legen selbst auf! Beenden Sie das Gespräch immer selbst, indem Sie aktiv auflegen.

Vertrauen Sie nicht darauf, dass die anrufende Person das Gespräch beendet hat oder dass die stille Leitung bedeutet, die Verbindung sei bereits getrennt. Legen Sie selbst auf und wählen Sie anschließend - wenn Sie den Anruf überprüfen möchten - die Rufnummer der zuständigen Polizeidienststelle. Hintergrund: Die Betrüger erwecken den Eindruck, das Gespräch sei bereits beendet, obwohl die Verbindung tat - sächlich noch besteht. Wer in dieser Situation die 110 wählt, ohne zuvor selbst aufgelegt zu haben, kann weiterhin mit den Betrügern verbunden sein. Diese geben sich dann als polizeilicher Notruf aus und setzen ihre Täuschung fort. Beenden Sie deshalb jedes verdächtige Telefonat immer selbst aktiv, bevor Sie de Polizei oder eine andere Stelle anrufen. Ein Informationsblatt „falscher Polizist am Telefon“ finden Sie unter: Broschüren - Betrug Betrüger am Telefon - falsche Polizeibeamte rufen an "Dieses Gefühl, dass jemand meinen Namen und meine Adresse kennt - das war schon sehr beängstigend", erzählt eine 67-jährige Anwohnerin aus Maintal in einem persönlichen Gespräch, nachdem sie von "falschen" Polizeibeamten angerufen wurde, die nichts anderes im Sinn hatten, als an ihr Vermögen zu gelangen. Hier geht es zu dem Video.

Bitte beachten Sie:

Die Polizei ruft niemals mit der Notrufnummer 110 an! Die Polizei würde niemals Geld von ihnen einfordern oder annehmen. Die Polizei fragt niemals nach Ihren Vermögensverhältnissen.

Übergeben Sie niemandem Geld, den Sie nicht kennen.

Beenden Sie sofort entsprechende Telefonate und rufen sie die örtliche Polizei an.